Linda's MAC-Oase

Beauty is not in the face; Beauty is a light in the heart. – Kahlil Gibran

MAC Behind the Scenes: Von der Idee zum Produkt 15. September 2009

Filed under: MAC — Linda @ 20:21

Es dauert Wochen bei MAC Cosmetics, um sich auf die Fashion Week vorzubereiten. Das Unternehmen hat zugesagt, das Make-up für 86 Shows zu zaubern. Deswegen muss das MAC Pro-Team Hunderte von Kombinationen und Vorlagen bei Meetings mit den großen Designern präsentieren bevor überhaupt irgendein Visagist den Lippenstift zücken kann. MAC wird seine neuen Kollektionen auf den Laufstegen der Frühlingsshows enthüllen und jede neue Farbe oder Rezeptur muss von Gordon Espinet, Vizepräsident Make-up Artistry und Nadine Luke, Direktor Make-up Artistry, individuell getestet werden.

Wir haben einen Testtag mit den Make-up-Gurus verbracht, um zu sehen wie der gesamte Prozess abläuft. „Wir experimentieren viel herum und entscheiden, welche Produkte wir hinter der Bühne verwenden wollen und welche möglicherweise den Kunden präsentiert werden“, sagt Espinet und erwähnt nebenbei, dass die Produkte bis zum März nächsten Jahres nicht erhältlich sind. Zusammen nehmen sie alle Produkte in die Mangel, angefangen beim Zermahlen von Lidschatten über das in Scheiben Schneiden von Lippenstiften bis hin zum Verschmieren von Rouges, manchmal erzeugen sie auch ganz neue Texturen. „Das ist unsere Zeit zum Austoben. Wir müssen mit den Farben spielen, um zu sehen, womit wir es hier eigentlich zu tun haben. Ich suche immer nach etwas, das mir ins Auge springt. Ich suche nach etwas, das mich anspricht“, erklärt Luke. „Es ist wie die Vorbereitung für eine wichtige Prüfung. Hast du nicht alles vorbereitet, bist du verloren. Denn dann hast du nicht das, was man braucht, um alles hinter der Bühne zu meistern. Wir tragen so viele Produkte auf, am Ende des Tages, wenn wir nach Hause gehen, sehen wir aus wie Drag Queens.“

Textkredit: Sharon Clott
Fotokredit: Melissa Hom
Originalartikel: The Cut – New York Magazine’s Fashion Blog

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Gordon Espinet und Nadine Luke bei den Vorbereitungen zum Produkttest.
„Die Idee der Schönheit heutzutage ist nicht zwangsläufig, die Schönheit neu zu erfinden. Wir versuchen nicht, das Gesicht neu zu erfinden“, erklärt Gordon. „Aber es gibt definitiv einen Faktor X bei Make-up, bei dem weniger wahrhaftig mehr ist. Wir wollen nicht zu viele Produkte auf deinem Gesicht sehen, wir wollen ein Gesicht sehen, das wirklich heraussticht.“

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„Der Lidschatten stellt die Farbbasis dar und Glitzer schenkt den Schimmer. Das Funkeln“, erläutert Gordon. „Seit vier Jahren taucht Glitzer bei Fashionshows immer wieder auf. Es wird immer etwas Platz für Glitzer geben.“ Sicherlich.

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„Die neuen pinken Farbtöne werden unglaublich sein“, merkt Gordon an. „Aber unnatürliche Töne, wie etwa graue, eisigkalte Pinktöne.“

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„Metallicpigmente sehen beim Auftragen haargenau aus wie etwa Blattgold oder Alufolie. Wenn man aber damit experimentiert und sie z. B. mit etwas Gloss mischt, dann kann man sie auf dem ganzen Körper verteilen. Wie eine Art Goldfarbe“, erzählt Gordon. Er hat auch eine interessante These warum wir auch noch später nach Metallictönen verlangen: „Wir werden sicherlich ein wenig Metallic diese Saison sehen. Die Leute kaufen zwar kein echtes Gold oder Silber, aber sie wollen Produkte haben, die denen am nächsten kommen.“

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Nadine teilt mit uns einen Tipp für eine selbstgemachte Nagellackfarbe: „Wenn ihr eine spezielle Nagellackfarbe braucht, vermischt einfach eure Pigmente mit ein wenig farblosem Nagellack. Oft ist das einfacher als die gleiche Farbe im Laden zu finden.“

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„Wenn du beim Ausfüllen von Make-up-Vorlagen bist, beginnst du irgendwann herumzutüfteln. Es kann Tage dauern, weil du immer irgendetwas anderes siehst. Du siehst einen anderen Weg, den Look zu bekommen oder dir kommt eine andere Idee in den Sinn“, sagt Nadine während sie an einer möglichen Vorlage für eine Show arbeitet. „Und dann basiert alles auf der Zustimmung des Designers, den Stylisten und oft gibt es auch einen Frisör mit einer Meinung“, ergänzt Gordon.

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„Das Weißgold, das an Vanilleeis erinnert“, sagt Gordon während er auf eine der neuen Lipglass-Farben zeigt. „Ich finde, dass es eine schöne Frühlingsfarbe ist. Ich mag die Vorstellung auf neuen Wegen, Gold zu interpretieren.“

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„Ich probiere alles aus“, nennt Nadine als eine der Vorzüge ihres Jobs.

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So viel Spaß es auch sein mag, mit Farben zu spielen, pocht Gordon auch darauf, dass der Beruf eine Schattenseite hat. „Bei den ganzen Produkten, die wir bekommen, habe ich mir deswegen sicherlich schon vier Bandscheiben ruiniert. Ich hatte aus Angst, einige Produkte aus meinem Sortiment zu streichen, die dann garantiert am Set gebraucht werden, oft eine Reisetasche mit mir herumgetragen, in der sämtliche Produkte waren. Aber jetzt habe ich gelernt, damit zu leben. Ich kann immer noch mehrere Produkte zusammenmischen, um die Farbe zu bekommen, die ich benötige.“

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„Ich liebe Pigmente, besonders für den Frühling“, schwärmt Gordon in Bezug auf die hochpigmentierten Farben. „Wenn man Pigmente betrachtet, haben sie den Anschein, als ob man eine Flüssigkeit auf der Haut verteilt hat.“

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„Das Schöne an samtigen Farbpigmenten, ist die Tatsache, dass man sie farblich auslaufen lassen kann“, sagt Gordon und zeigt dabei seinen Handballen. „Aber man kann mit den gleichen Produkten auch einen natürlichen Look zaubern, in dem man sie weicher aufträgt.“

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Nadine findet, dass „jeder wieder etwas Farbe braucht.“ Gordon stimmt zu und fügt an, dass Farbe heutzutage viel zugänglicher ist: „Farbe ist nicht mehr so beängstigend wie zuvor.“

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„Diese Farbe finde ich echt toll“, sagt Nadine. „Sie wirkt bestimmt toll auf dem Körper – den Armen, den Beinen, dem Gesicht. Man kann sie überall verwenden.“

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„Wir werden wunderschön verrückte Lippen sehen“, sagt Gordon voraus. „Wie z. B. Grautöne. Und Grau gemischt mit Pink.“

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„Schaut euch dieses Violett an“, sagt Nadine. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es für den Frühling keine Kollektion rund um das Thema Smokey Eyes geben wird. Aber eine farbenfrohe Smokey-Kollektion. Also nicht nur einen Klecks, sonder etwas Farbenfrohes mit Textur.“

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„Hinter der Bühne haben wir kleine Paletten. Jeder bekommt ein Scheibchen – einen kleinen Klecks“, so erklärt Nadine das System der Produktaufteilung während den Shows. „Aber mit einem kleinen Klecks kommt man sehr weit. Und wir können ja immer noch Farben mischen und herstellen, wenn das Team das will.“

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Neben dem ganzen Spaß und der Kunstfertigkeit, die Gordon in seine Arbeit steckt, glaubt er aber immer noch fest an die Grundsätze des Make-ups. „Im Endeffekt können wir Frauen so viel über die schönen Tatsachen von Make-up erzählen bis wir blau anlaufen, aber letztendlich schaut sie dich an und sagt: ‚Werde ich schön aussehen? Werde ich begehrenswert sein?’ Das ist doch etwas, nach dem wir uns alle sehnen, oder?“

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Gordon erklärt, dass man viele Schichten braucht, um einen lilanen Augenlook zu bekommen. „Lila ist die Zicke unter den Pigmenten. Es hält nicht gerne auf der Haut. Es verfliegt leicht. Deswegen muss man häufig richtig hart daran arbeiten, eine schöne Intensität zu erreichen.“

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„Hinter der Bühne drücken wir den Visagisten oft eine Tüte mit Produkten in die Hand und sagen: ‚Hier, inspiriert euch selbst!’“, erzählt Gordon.

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„Manchmal verteilst du Muster auf der ganzen Vorlage“, sagt Gordon über den Prozess das Make-up von Dutzenden von Models zu koordinieren. „Ein Augenlook trägt häufig die Hauptfarbe der Show, aber er kann aus vier verschiedenen Lidschatten bestehen und somit bekommt jedes Mädchen eine verschiedene Farbe, z. B. Blau, Lila, Orange, Grün.“

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„Es ist der Traum jedes Visagisten, die nächste große Farbe zu erfinden“, erwähnt Gordon.

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Gordons letzter Schönheitstipp? „Nun tauche dein Gesicht hinein und hoffe, dass etwas Schönes dabei herauskommt.“

Liebe Grüße,

 

One Response to “MAC Behind the Scenes: Von der Idee zum Produkt”

  1. Carrie Says:

    Wirklich sehr interessant :))


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